Cannabisöl mit Kokosöl herstellen – so gelingt es

Kokosöl gilt schon immer als ein sehr gesundes Lebensmittel. Dieses kann äußerlich angewandt werden, aber es ist auch zum verzehr geeignet. Dieses Öl besteht zu 90 Prozent aus ungesättigten Fettsäuren. Diese verstopfen nicht die Arterien, wie beispielsweise das Fett im Fleisch. Kokosöl versorgt Ihren Körper mit gesunder Energie. Also liegt die Überlegung nah, Cannabisöl mit Kokosöl herstellen zu können.

Cannabisöl mit Kokosöl herstellen – was ist wichtig?

THC (Tetrahydrocannabinol) bindet das Fett. Es ist ein fettlösliches Molekül.

Also: Je mehr Fett vorhanden ist, umso mehr Platz haben die Cannabinoide. Bei der Verwendung von Kokosöl können Sie von medizinischen Vorteilen ausgehen.

Um Cannabisöl mit Kokosöl herstellen zu können, sollten Sie sich als erstes für die Art des Kokosöls entscheiden. Mögen Sie das Aroma von Kokos? Dann sollten es kein raffiniertes Öl sein. Dieses ist relativ neutral im Geschmack.

Ebenfalls wichtig ist die Auswahl der Cannabissorte. Hybrid, Sativa oder Indica? Welchen medizinischen Effekt wünschen Sie sich? Auf jeden Fall sollte ein hochwertiger Cannabis verwendet werden, frei von Schimmel und Pflanzenschutzmitteln.

Wieviel Cannabis im Kokosöl sein soll hängt von der gewünschten Stärke des Cannabisöl ab. Als grober Richtwert gilt, eine Tasse hochwertige Cannabisblüten und 3 Tassen Kokosöl.

Cannabisöl mit Kokosöl herstellen

Folgende Arbeitsgänge müssen Sie auszuführen, damit Sie Ihr Cannabisöl mit Kokos herstellen können:
Bei geringer Hitze wird das Kokosöl erwärmt, bis es flüssig geworden ist. Ist dies der Fall, fügen Sie das Pflanzenmaterial hinzu. Das Ölblütengemisch bitte ständig rühren. Auf diese Weise werden die Pflanzenteile nicht zu heiß und können sich nicht am Topfboden absetzen. Das Öl erhitzen, aber nicht zum Kochen bringen.

Die Wirkstoffe des Cannabis werden ab einer Temperatur von etwa 70 Grad Celsius aktiviert und ab etwa 170 Grad Celsius abgebaut. Das bedeutet, dass das Blütengemisch etwa eine Stunde bei gleichmäßiger Hitzeeinwirkung zwischen 70-80 Grad Celsius und vielem umrühren auf dem Herd bleibt. Würde das Öl zu heiß werden, baut sich THC und andere enthaltene Wirkstoffe ab. Dadurch erhalten Sie ein nicht so wirkungsvolles Öl.

Sie werden merken, dass das Öl nach einer Stunde Erhitzung grün geworden ist. Nun bitte in ein hitzebeständiges Glas/Gefäß füllen. Hierzu wird ein feines Sieb über die Öffnung ihres hitzebeständigen Gefäßes gehängt. Mischung nun bitte durchgießen. Dabei werden die Pflanzenteile herausgefiltert. Sollten zu viele kleine Pflanzenteile sich im Öl befinden, können Sie diesen Vorgang nochmals wiederholen.

Ihr hitzebeständiges Glas sollte einen Deckel haben, der das Glas verschließt, wenn Sie mit dem befüllen fertig sind. Nun wird das Cannabisöl im Kühlschrank aufbewahrt.

Verwendung des Cannabisöls

Ihr fertiges Öl lässt sich zu verschiedenen Getränken oder Speisen hinzufügen. Aber auch tropfenweise auf die Zunge können Sie dieses einnehmen. Hier sind die Möglichkeiten sehr zahlreich. Damit Sie die optimale Dosierung für sich finden, beginnen Sie mit der Verwendung von kleinen Mengen. Nach Bedarf können diese dann gesteigert werden.

Großer Vorteil bei diesem Öl ist, dass Sie dieses auch äußerlich auf der Haut anwenden können. Zahlreiche Patienten nutzen das Öl erfolgreich bei Hauterkrankungen, wie zum Beispiel

  • Schuppenflechte
  • Neurodermitis oder auch als
  • Pflegeprodukt nach längerem Sonnenbad.

Cannabisöl mit Kokosöl herstellen ist eine optimale Variante, um der Haut etwas Gutes zu tun und um Hautkrankheiten wieder in den Griff zu bekommen.

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Über Giacomo Hermosa 80 Artikel
Giacomo Hermosa ist 37 Jahre alt, Vater von zwei Kindern und verheiratet. Vor elf Jahren hat er die Magister der Biologie und Anglistik erfolgreich absolviert. Hier hat er sich interdisziplinär mit den Themen Bioverfügbarkeit und Medizinalhanf beschäftigt. In seiner Freizeit schreibt er v.a. in den Bereichen Fitness, Ernährung und – familiär bedingt – über einige besondere Autoimmunerkrankungen. Seine Veröffentlichungen findet man u.a. auf seiner Website und bei der taz.